• kairosis geht davon aus, dass jeder Mensch, egal welcher Herkunft, ein gleichwertiges Mitglied der Gesellschaft ist.

    • Jedem steht in seiner Verschiedenheit die Möglichkeit zu, in vollem Umfang an der Gesellschaft teilzuhaben

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  • Gemeinsam mit Sinti und Roma (das ist uns wichtig: nicht “für” Sinti und auch nicht “über”!!) und in Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen an unterschiedlichen Orten in Deutschland entwickeln wir in den nächsten Monaten performative Formate, welche die Idee von „GERN+GESEHEN“ zum Leben erwecken und neue Gespräche zum Thema Sinti und Roma in Deutschland anstoßen möchten. Die Inszenierung arbeitet je nach Bedürfnissen und den Gegebenheiten vor Ort mit Elementen von Musik, Interaktion, Foto- und Licht-Projektionen, professionellen Sprechern. Damit verbinden wir die Hoffnung auf neue Begegnungen und Gespräche. Derzeit in Vorbereitung. (06/2019)

     

     

  • Dachau 1

    Unser Buch “GERN+GESEHEN” wird nun  gemeinsam mit den beteiligten Zeitzeugen zum Leben erweckt. Christa Ada, 72 Jahre alt, Sintezza aus München, war bei unserem ersten Experiment einer Inszenierung großartig! Im Nachklang hat uns das Kuratorium zurückgemeldet, dass unsere Performance das Highlight des Tages für sie war. Von Anbeginn an wollten wir mit dem Buch Gespräche anstoßen, Verständnis und Offenheit wecken. Besonders geehrt und berührt haben wir uns gefühlt durch die Begegnung mit Ernst Grube, dem jüdischen Zeitzeugen. Er hat immer wieder das Gespräch mit uns gesucht. Danke auch an Björn Mensing, der die Texte gelesen hat und an Alexander Adler, der das Konzept maßgeblich mit entwickelt hat. Auf dem Foto Ernst Grube, Sabine Böhlau und Christa Ada. (5/2019)

     

     

  • Bis April 2019 hielt sich die in LA ansässige junge Münchner Regisseurin  Ela Elisabeth Beken mit ihrem Mann, dem Komponisten und meisterhaften Ud-Spieler Prof. Münir Nurettin Beken in München auf. Am Samstag, den 26.02.2019 zeigten DenkMalFilm (Claus Strigel), kairosis und Ela Beken als Kooperation gemeinsam im Rahmen einer privaten Vorführung Elas poetischen Dokumentarfilm „Ein Stück Deutschland“.
    Als 1984 unter Helmut Kohl viele türkische Immigranten dazu aufgefordert wurden, gegen eine Geldprämie in die Türkei zurückzukehren, packten damals viele Familien ihre Sachen. Ihre in Deutschland geborenen Kinder wurden nicht gefragt. Ela hat diese Kinder von damals aufgesucht und mit ihnen gesprochen. Der Film ist auch deswegen so besonders, weil er uns eine neue Perspektive auf unseren Diskurs zum Thema Heimat eröffnet. Ela Beken selbst sagt über ihren Film: „Er ist eine Liebesgeschichte – eine Geschichte über die pure, unschuldige, unsterbliche und bedingungslose Liebe dieser Kinder zu Deutschland, die sie 27 Jahre lang in ihren Herzen aufbewahrt haben.“
    Hier der ganze  Pressetext auf Deutsch. und in English for Press. (01/2019)
    In Ethno News Munich´s International Magazine for Critical Journalism erscheint demnächst über den Film ein Artikel von Victoria Mali und Sabine Böhlau.(05/2019)

  • Seit 1999 setzt sich der Arbeitskreis Sinti und Roma und Kirchen in Baden-Württemberg gegen Antiziganismus und für eine stärkere Einbindung der Sinti und Roma in Entscheidungsprozesse von Zivilgesellschaft und staatlichen Stellen ein. Bei einer Tagung im Dezember 2017 in Bad Boll wurde das das Modell aus Baden-Württemberg vorgestellt und weitere Kooperationen angeregt, diskutiert und bereits bestehende Aktivitäten beschrieben. In Bayern hat sich die Evangelische Versöhnungskirche in der KZ Gedenkstätte Dachau vorgenommen, das Thema weiter voran zu bringen. Sabine Böhlau und Fabian Brüder haben deshalb bereits im Frühjahr 2018 begonnen, mit Menschen zu sprechen, die sich als Angehörige der Minderheit verstehen. Zunächst waren es diese Gespräche im Rahmen einer Recherche zu Sinti Roma und Religion in München. Und dann erwiesen sich unsere Begegnungen als so interessant, dass wir gesagt haben, da machen wir doch ein Buch daraus. Dank der guten Zusammenarbeit mit Madhouse e.V., der Freudenbergstiftung und gemeinsam mit den Münchner Interviewpartnerinnen und Interviewpartner realisieren wir letztlich dieses besondere Fotobuch-Projekt mit dem Titel “GERN+GESEHEN”. Im März wurde  es anlässlich der Gedenkwoche der Deportation der Münchner Sinti der Öffentlichkeit vorgestellt.

    Auf dem Foto sehen Sie Fabian Brüder, Andreas Tobias und Sabine Böhlau bei der Arbeit.
    (05/2019)

  • 01 Foto - Bekim Lumi“Lumi was the most original, unique, intelligent and sophisticated voice of the theater scene in Kosovo and beyond. He was the director of amazing plays; some of the best plays performed in the last 20 years in Kosovo. He was an extraordinary artist, uncompromising in his aesthetic choices and in his vision of theater-making. He was also uncompromising in debates about theatre and the cultural life in Kosovo. Lumi reformed the Kosovar theater, reformed its aesthetics, as well as the process of making theater.” 
    Jeton Neziraj, Pristina Insight , 8.8.2018
    Bekim Lumi, Theaterregisseur und Professor an der Kunsthochschule in Prishtina wird derzeit in der Region des Kosovo in den Medien als wichtigster Vertreter der künstlerischen Avantgarde fulminant gefeiert. Am 14. Juni dieses Jahres war noch seine Premiere zu “Arturo Ui” (Bertolt Brecht) im Nationaltheater Prishtina zu sehen, ein Meisterstück der Gegenwartsanalyse, den gesellschaftlichen Entwicklungen im Kosovo aber auch in Europa gnadenlos den Spiegel vorhaltend. Die Probenarbeit hat der Regisseur noch bewerkstelligt, aber der Premiere konnte er schon nicht mehr beiwohnen.  Ende Juli ist er in Pristina mit nur 52 Jahren (an Lungen-krebs obwohl er Nichtraucher war) gestorben. Jetzt im September wurde nochmals „Arturo Ui“ im Nationaltheater gespielt, wiederum mit hervorragender Resonanz.
    In den 90er Jahren war Bekim Lumi als Flüchtling in München und hat damals bereits in München inszeniert und Regie Bekim Lumi_Probe Schwarz weißgeführt.
    Der kurdische Münchner Theaterregisseur Dr.s Hawre Zangana und Sabine Böhlau hatten gemeinsam  die Idee, Bekim Lumi mit dieser Veranstaltung einerseits als Künstler und Mensch zu ehren und andererseits Münchner Kunstinteressierten einen Raum der Begegnung mit dieser besonderen jungen europäischen Theaterkunst zu ermöglichen. Die Begegnung kann Anregung geben, sich von der künstlerischen Avantgarde, Experimentierfreude und Tiefe dieser jungen Künstler am Rande Europas anstecken zu lassen.
    Das Projekt bot Forum für Gespräch, Austausch und Begegnung zwischen unterschiedlichen Künstlern und Kunstinteressierten. Das Publikum bekam einen Mitschnitt der überaus beeindruckenden 03 SkenaTrauerfeier im Nationaltheater Prishtina zu sehen, Motive aus einer Inszenierung Bekims Lumis, dargestellt durch Schauspieler seines Ensembles, Gesangeinlage des bekannten Tenors Luan Durmishi aus Prishtina, sowie Statements von Münchner und internationalen Theaterschaffenden, z.B. Otto Nova, Theaterlabor „Unser Theater e.V.“, Schwabenhausen und Dima Schneider, Münchner Volkstheater.
    bei Fragen: Luljeta Lumi 0174 2384696

    Hier finden Sie die Einladungskarte und hier die Pressemeldung
    (
    11/2018)

     

     

  • in München am Samstag, 24.11.2018,  im Theater Heppel und Ettlich, Feilitzschstraße 2, München Schwabing (nähere Angaben folgen demnächst…es wird SEHR besonders)
    “Lumi was the most original, unique, intelligent and sophisticated voice of the theater scene in Kosovo and beyond. He was the director of amazing plays; some of the best plays performed in the last 20 years in Kosovo. He was an extraordinary artist, uncompromising in his aesthetic choices and in his vision of theater-making. He was also uncompromising in debates about theatre and the cultural life in Kosovo. Lumi reformed the Kosovar theater, reformed its aesthetics, as well as the process of making theater.”  (Jeton Nezirajn, Prishtina Insight , 8.8.2018)
    Hier der Link auf zum Trailer von Bekim Lumi letzter Inszenierung Arturo Ui

  • Fünf Menschen werden im Durchschnitt in München jeden Tag in ihrer Wohnung leblos aufgefunden, ohne dass ein Nachbar oder Angehöriger davon Notiz genommen hätte. Immer mehr Bürger und Bürgerinnen unserer Stadt stehen am Lebensende derart alleine da, dass Friedhofsangestellte und Seelsorger die einzigen sind, die bei ihrem Abschied dabei sind. Wie konnte es so weit kommen? Was ist hier im Vorfeld geschehen? Hier genauer hinzusehen, veranlasste uns zu dem Projekt „SO LONELY-DIE LETZTE REISE“. Eine partizipative Theaterinszenierung im öffentlichen Raum gemeinsam mit Menschen aus drei Stadtbezirken und Profischauspielern. Beginn ist geplant für Oktober 2019, die Inszenierungen sind in Vorbereitung für das Frühjahr 2020. Auf dem Bild sehen Sie den Steinmetzbetrieb Haberl&Neumayer direkt gegenüber vom Ostfriedhof. (05/2019)

  • Die Ausstellung “Syartas Reise” in der Projekt-Kirche Nazareth. Kuppel-Skulptur mit Kreuz aus Neonlampen, die unsere Arbeit während des Jahres mit den Protagonisten zitiert. Die Ausstelluung ist noch im April unter der Woche von 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr zu sehen in der Nazarethkiche, Barbarossastraße 3 in München. Hier ein schöner Artikel von Katrin Woitsch vom 23. März 2017 im Münchner Merkur.