Sinti und Roma in München

Seit 1999 setzt sich der Arbeitskreis Sinti und Roma und Kirchen in Baden-Württemberg gegen Antiziganismus und für eine stärkere Einbindung der Sinti und Roma in Entscheidungsprozesse von Zivilgesellschaft und staatlichen Stellen ein. Bei einer Tagung im Dezember 2017 in Bad Boll mit Vertreterinnen und Vertretern der meisten Landeskirchen und etlichen Angehörigen der Minderheit wurde das das Modell aus Baden-Württemberg vorgestellt und weitere Kooperationen von Kirchen und Landesverbänden der Sinti und Roma in der Bundesrepublik Deutschland angeregt, diskutiert und bereits bestehende Aktivitäten beschrieben. In Bayern hat sie die Evangelische Versöhnungskirche in der KZ Gedenkstätte Dachau vorgenommen, das Thema voran zu bringen. Sabine Böhlau und Fabian Brüder haben deshalb bereits im Frühjahr 2018 begonnen, mit Menschen zu sprechen, die sich als Angehörige der Minderheit verstehen, zu sprechen.

Zunächst waren es diese Gespräche im Rahmen einer Recherche zu Sinti Roma und Religion in München. Und dann erwiesen sich unsere Begegnungen als so interessant, dass wir gesagt haben, da machen wir doch ein Buch daraus. Dank der guten Zusammenarbeit mit Madhouse e.V., der Freudenbergstiftung und gemeinsam mit den Münchner Interviewpartnerinnen und Interviewpartner realisieren wir derzeit dieses besondere Fotobuch-Projekt. Im März wird  es anlässlich der Gedenkwoche der Deportation der Münchner Sinti der Öffentlichkeit vorgestellt.
Auf dem Foto sehen Sie Fabian Brüder, Andreas Tobias und Sabine Böhlau bei der Arbeit.
(01/2019)